Gedanken zu meiner Gärtnerei

Diese Gedankenspielereien hier mit meinem Garten sind ja derzeit – zugegebenermaßen – noch reine Fiktion, allein auf dem Boden der Tatsache, dass mir eben ein Stück Boden noch fehlt um darauf gärtnern zu können. Dennoch, beim Stöbern im Netz finde ich dann doch immer wieder gute Gedanken und Ideen, die ich auch so einmal machen möchte oder von denen ich besser die Finger lasse. Um dann zu gegebenem Zeitpunkt nicht da zu stehen und all diese Gedanken von vorne zu beginnen, halte ich genau diese hier erst mal in meinem kleinen, intimen Blog fest.

Gerade die vergangenen Tage wurde ich durch die Diskussion auf EU-Ebene um die EU-Saatgutverordnung und die Patente auf Pflanzen darauf aufmerksam gemacht. Bei dieser Saatgutverordnung wäre res darum gegangen, die angebotenen Saaten einer Prüfung zu unterziehen, bevor diese in Verkehr gebracht werden. Dabei geht es um Sortenechtheit und Sortenreinheit. Allerdings wäre diese Verordnung mit solch hohen Hürden versehen gewesen, dass letztlich der Prüfvorgang an sich nur von großen Firmen und Konzernen zu stemmen gewesen wäre. Diese EU-Saatgutverordnung ist glücklicherweise mittlerweile vom Tisch. Diese Saatgutverordnung wäre im völligen Gegensatz zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der EU-Diversitätsstrategie gestanden, auf deutscher Seite das Bundesministerium für Ernährung und Agrar, der freie Austausch und Marktzugang kleiner Saatgutunternehmen wäre dahin gewesen. Aus ökologischer Sicht sind die Vielfaltssorten unverzichtbar. Sie passen sich wesentlich leichter den neuen klimatischen Gegebenheiten an, sorgen für bessere Bodenfurchtbarkeit und sie sind häufig widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Damit verbunden natürlich ein reduzierter und geringerer Bedarf an Pflanzenschutzmitteln und damit wiederum verbunden ein geringerer Kontakt mit möglichweise gesundheitsgefährdenden Stoffen.

Bei meiner Suche im Netz bin ich dabei auf viele interessante Spots gestossen, so z.B. die Bingenheimer Saaten. Heute im konventionellen Zuchtbetrieb käufliche Saaten, sind meist Hybride, die für die zur aus der Tüte keimenden Generation bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten hervorbringen sollen. Durch diesen Zusammenschluss von Demeter-Gärtnern soll jedoch wieder samenfestes und nachhaltig beständiges Saatgut hervorgebrcht werden, von einer möglichen Beeinträchtigung der gesundheitlichen Integrität ist immer wieder an verschiedener Stelle im Netz zwischen den Zeilen zu lesen. Dabei gelangte ich auch über die Permakultur  zu dem österreichischen Permakulturpapst Sepp Holzer mit der Holzerschen Permakultur, der den elterlichen Betrieb im Salzburger Land als Teichwirtschaft über einen alpinen Höhen zwischen 1100 und 1500 Metern betrieb. Auf dieser Höhe gelang es selbst Weintrauben, Edelkastanien und Kiwis zu ernten.  Der mittlerweile auf 45ha gewachsene Hof wurde von ihm nun an seinen Sohn weitergegeben.

Bei diesen Gedanken springt dann immer wieder meine eigene Idee mit kleinem Garten zur Selbstversorgung, darauf Hochbeet und wie sich das alles dann verwirklichen lässt, umher. MischkulturenMischkulturen mit Kräutern nach Gertrud Franck, Gemüse mit KLräutern und Blumen von Gunda, Tips aus dem Bauerngarten Hillebrand/Oberhavel, Fruchtfolge, Gründüngung und mulchen, mit der damit verbundenen Fruchfolge,  dazu bietet das Netz reichlich Ideen und Anleitung. Selbst auf Google finden sich reichlich Tabellen und Zeichnungen zur Mischkultur, Fruchtfolge nach Zehrung der Pflanzen.

Es bleibt also spannend!

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